Es gibt verschiedene Amaryllisarten und sie werden unterschiedlich überwintert. Man unterscheidet die so genannte Gartenamaryllis von den als Zimmerpflanze gehaltenen Arten. Schon am Namen kann man erkennen, welche der Pflanzen drinnen bzw. draußen überwintert werden. Allen eigen sind die wunderschönen großen Blütenköpfe, die an langen, festen Stielen sitzen.


Zimmeramaryllis überwintern

Amaryllis werden meist um die Weihnachtszeit im floristischen Handel angeboten. Man kauft eine Zwiebelknolle, pflanzt sie ein und gießt regelmäßig. Schnell zeigen sich Blätter und mindestens eine Blüte. Ist diese abgeblüht, geht man wie folgt vor:


Vorgehen beim Überwintern
  • Tipp 1
  • Zuerst werden nach dem Verblühen die Blütenstiele komplett abgeschnitten.
  • Tipp 2
  • Es muss weiter gegossen werden, denn die Zwiebel tankt jetzt Nährstoffe für die nächste Knospenbildung. Deshalb wird auch alle zwei Wochen gedüngt.
  • Tipp 3
  • Ab Mai kann man die Pflanze samt Topf auch ins Freie stellen.
  • Tipp 4
  • Ab September werden Gießen und Düngen eingestellt. Die Blätter ziehen ein. Sie dürfen nicht abgeschnitten werden! Übrig bleibt die Zwiebel.
  • Tipp 5
  • Die Amarylliszwiebel wird im November/ Dezember frisch eingetopft und wieder mäßig gegossen.
  • Tipp 6
  • Im Januar müsste dann eine neue Blüte erscheinen.

Früher hat man die Zwiebeln im Keller „überwintert“. Das macht man heute nicht mehr. Licht ist besser für die Pflanze, auch in der Ruhephase.


Gartenamaryllis überwintern

Die Gartenamaryllis ist eine Kreuzung zwischen den bekannten Hakenlilien (Crinum) und der Belladonnalilie (Amaryllis belladonna). Sie wird als winterhart angeboten, was aber mit Vorsicht zu gebrauchen ist. Zur Überwinterung empfiehlt sich:

  • Tipp 1
  • Sie an einen sonnigen, warmen und vor allem geschützten Platz zu pflanzen (möglichst an einer Hausmauer).
  • Tipp 2
  • Sie im Winter gut abzudecken und vor starkem Frost und zu viel Feuchtigkeit zu schützen.
  • Tipp 3
  • Sie in Gebieten mit lang anhaltenden starken Frösten im Kübel zu kultivieren und besser frostfrei zu überwintern.

Pflegefehler
  • Zu viel Feuchtigkeit schadet beiden Pflanzen, sowohl der Garten- als auch der Zimmeramaryllis.
  • Besonders bei niedrigen Temperaturen benötigen die Pflanzen kaum Wasser. Die Knollen faulen recht schnell und dann sind sie nicht mehr zu retten.

Fazit

Die Amaryllis ist eine recht pflegeleichte Pflanze.

  • Sie benötigt ausreichend Licht im Raum bzw. Sonne im Garten und ein nicht zu kaltes bzw. frostiges Quartier.
  • Bei der Gartenamaryllis ist noch wichtig zu wissen, dass sie viel Platz benötigt, denn sie bildet eine Menge große Blätter. Außerdem blüht sie erst im zweiten Jahr.
  • Zimmeramaryllis werden immer im Innenbereich überwintert.
  • Bei Gartenamaryllis ist das etwas anders. Bei der Einstellung des Pflanzkübels ist man auf der sicheren Seite. In milderen Gebieten kann man die Überwinterung der Amaryllis aber auch im Freien versuchen.

von Marion Kostorz


Amaryllis überwintern - Anleitung

Mein Tipp für Amaryllis

Kommt der Frühherbst, meide ich, die Pflanze zu gießen: Lieber bringe ich neue Erde ein, wässere sie ein Mal durch und warte dann so lange, bis neue Blüten knospen.