Um seine Bananenstaude richtig überwintern zu können, muss man wissen, um welche Art es sich handelt. In der Regel unterscheidet man drei Gruppen: die winterharten (meist nur bedingt), die warm zu überwinternden Bananenstauden und jene, die am besten dunkel und kühl überwintern. Alle Bananenstauden halten eine Winterruhe. Das ist günstig, wenn man sie im Haus überwintert, egal ob im Keller oder in der Wohnung. Die Stauden verlieren die meisten ihrer Blätter, das lässt sich kaum verhindern, ist aber nicht schlimm.


Winterharte Bananenstauden

Die bei uns als winterhart angepriesenen Bananenpflanzen sind nur bedingt frosttauglich. Ohne entsprechenden Schutz überstehen sie unsere mitteleuropäischen Winter nicht. Man kann auf zweierlei Arten für Schutz sorgen:

  • Tipp 1
  • Stauden absägen und zwar kurz über dem Boden. Mit Stroh bedecken (auch Laub ist geeignet). Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt Styroporplatten und legt darauf Planen. Wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, abdecken! Die Stauden treiben wieder neu aus, allerdings gibt es keine Früchte und sie werden nur etwa 3 Meter hoch.
  • Tipp 2
  • Man packt die Staude gut ein. Dazu ein Drahtgestell um den Stamm legen, etwa einen Durchmesser von einem halben Meter. Dieses Gestell mit Laub füllen, am besten Buchenlaub, weil es langsam verrottet und fault. Um das Gestell kommt Folie, auch über die Blätter. An frostfreien Tagen lüften ist wichtig, ebenso an sehr sonnigen Tagen, sonst werden die Temperaturen im Inneren zu hoch.

Wer sicher sein will, dass die Staude überlebt, kann ein Warmluftgebläse installieren. Ab –6 ˚C Außentemperatur schaltet man dieses nachts etwa zwei- bis dreimal an, jeweils für 15 Minuten. Zeitschaltuhren regeln, das man nicht aufstehen muss um anzuschalten. Wichtig ist, dass nicht der gesamte Stamm vom Frost durchdrungen wird. Kondensfeuchte vermeiden! Feuchte Stämme frieren schnell ein!


Kellerüberwinterung
  • Die Bananenstauden kommen in ihr Winterquartier, wenn die Nachttemperaturen unter 5 ˚C sinken.
  • Am besten nimmt man die Rhizome aus dem Pflanzkübel.
  • Man legt sie auf einen weichen Untergrund.
  • Darüber breitet man ein feuchtes Tuch (muss immer leicht feucht gehalten werden)!
  • Im Frühjahr pflanzt man wieder ein.

Wohnungsüberwinterung

Tropische Bananenstauden werden warm und hell überwintert.

  • Ideal sind Temperaturen um die 18 ˚C und ein Platz am Fenster.
  • Gegossen wird nur spärlich, auch diese Bananen halten eine Winterruhe!
  • Man gibt Wasser zu, wenn sich die Erde vom Topfrand löst.
  • Wichtig ist eine regelmäßige Untersuchung auf Schädlinge wie Spinnmilben!

Pflegefehler und Tipps
  • Werden Freilandbananen zu warm überwintert, stellen sie die Ruhephase ein. Diese wird im Frühjahr nachgeholt. Die Staude wächst nicht.
  • Gleiches gilt auch bei der Kellerüberwinterung.
  • Zu kühle Überwinterung führt ebenfalls zu Wachstumsstopp.
  • Zu viel Gießen führt zum Faulen und Absterben der Pflanze.
  • Kondenswasser bei unter Folien überwinternden Bananenstauden ist gefährlich bei Frost, also immer lüften, solange kein Frost herrscht!
  • Bananenstauden immer geschützt pflanzen!
  • Für Gegenden mit langen, sehr kalten Wintern auf eine Freilandüberwinterung verzichten!
  • Da die meisten Blätter der Staude den Winter sowieso nicht überstehen, kann man sie auch vor dem „Verpacken“ abschneiden.
  • Nicht zu viel Gießen! Ohne Wasser kommen die Pflanzen besser über den Winter, als mit zu viel.

Fazit

Bananenstauden zu überwintern ist manchmal etwas mühselig, lohnt aber den Aufwand. Meterhohe Stauden, die auch Früchte ausbilden können, sind der Lohn für die Arbeit. Wer in den wärmeren Regionen Deutschlands wohnt, der schafft die Überwinterung meist mit weniger Aufwand. Im Gebirge sollte man davon absehen, Bananenbäume züchten zu wollen!

von Marion Kostorz

Mein Tipp für den Bananenbaum

Die Staude abzusägen, erspart viel Arbeit, wenn man Bananen draußen überwintern will. Man packt einfach den Stamm warm ein und wartet im Frühjahr auf neue Austriebe.