Bei den Begonien unterscheidet man in reine Zimmerpflanzen und die Arten, die den Sommer im Garten verbringen können, sowohl im Beet, als auch im Blumentopf. Von beiden Arten gibt es zahlreiche Unterarten. Alle mögen keine Sonne, sind eher Schattenpflanzen und kommen mit relativ wenig Licht zurecht. Bei der Überwinterung sind einige Dinge zu beachten.



Zimmerbegonien überwintern
  • Man kann die Pflanzen warm überwintern, im Wohnzimmer beispielsweise.
  • Stellt man sie etwas kühler, kann man sich länger an den Blüten erfreuen.
  • Die Pflanzen sollten nicht in Nähe von Heizkörpern stehen!
  • Das Pflanzsubstrat sollte möglichst nicht zu nass gehalten werden, austrocknen darf es aber auch nicht!
  • Auf keinem Fall zu viel gießen! Zu viel Feuchtigkeit schadet den Pflanzen.
  • Bei der Überwinterung die Begonien nicht zu dunkel stellen, aber auch nicht in ein Südfenster!
  • Nicht auf einem Fensterstock platzieren, unter dem sich ein Heizkörper befindet!

Freilandbegonien überwintern
  • Begonien nach dem Blattausfall aus dem Beet sammeln. Noch vorhandene Blätter auf 2 Zentimeter einkürzen.
  • Unbedingt vor den ersten Frösten einräumen, sie sind sehr frostempfindlich!
  • Zum Überwintern legt man sie in trockenes, lockeres Pflanzsubstrat und überwin- tert sie in einem frostfreien Raum. Licht ist nicht nötig. Ideal sind Temperaturen um 10 ˚C.
  • Bei Topfpflanzen kann man die Knollen im Substrat lassen und den Topf ebenfalls trocken und frostfrei überwintern.
  • Die Knollen dürfen keinesfalls zu feucht sein. Maximal ab und zu besprühen, aber nicht gießen!
  • Schon im Februar/ März kann man die Knollen wieder in Erde setzen und langsam wieder gießen. Dann auch wärmer stellen.
  • Wichtig bei der Überwinterung von Begonien ist ein regelmäßiges Lüften des Raumes!
  • Sobald neue Blätter erscheinen, auch wieder düngen.
  • Nach den Eisheiligen die überwinterten Begonien wieder ins Freiland stellen.

Tipps
  • Tipp 1
  • Beim Einpflanzen der Begonienknollen darauf achten, dass die hohle Seite der Knolle oben ist. Man bedeckt sie nur mit wenig Erde.
  • Tipp 2
  • Wer bei der Überwinterung der Begonien Platz sparen muss, nimmt die Knollen aus der Erde. So benötigen sie weniger Platz.
  • Tipp 3
  • Wer in einem lufttrockenen Raum überwintert, sollte die Knollen im Topf lassen, damit sie nicht ganz austrocknen. Anderenfalls kann man sie natürlich ab und zu mit Wasser besprühen.
  • Tipp 4
  • Wer weiß, dass er meist zu viel gießt, nimmt die Knollen besser aus der Erde.
  • Tipp 5
  • Wenn man die Freilandbegonien zu warm überwintert, treiben sie zu früh aus und vergeilen.

Pflegefehler
  • Zu viel Nässe führt zum Faulen der Knollen.
  • Zu hohe Temperaturen führen zu einem frühen Austreiben der Blätter und zum Vergeilen der Pflanze.
  • Zu spätes Einräumen (nach den ersten Frösten) führt zum Absterben der Knollen. Sie vertragen keinerlei Minustemperaturen.

Fazit

Begonien sind es wert, dass man sie überwintert. Sie blühen üppig und das vor allem auch an schattigeren Plätzen, wo sich viele andere Pflanzen schwer tun. Es gibt viele schöne neue Sorten mit auffälligen Blüten, welche die Mehrarbeit immer rechtfertigen.

von Marion Kostorz

Mein Tipp für Begonien

Bei Freilandbegonien passe ich auf, dass ich die Knollen noch vor dem ersten Frost ausbuddele. Geköpft und gereinigt lagere ich sie im Keller in Stiegen - mit Namensschildchen für jede Sorte.