Die Canna wird auch als indisches Blumenrohr bezeichnet. Sie stammt ursprünglich aus tropischen Gefilden und ist den klimatischen Bedingungen im Winter hierzulande nicht angepasst.

Sie sollte auf keinen Fall im Freien überwintern. Damit die Canna überwintern kann, muss man einige Punkte und Pflegetipps beachten.


Vorgehensweise beim Überwintern der Canna
  • Vor dem ersten Frost bzw. im Herbst, wenn die Blüten der Canna verblühen, wird die Canna mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere zurückgeschnitten und getrocknete Blütenstände werden vorsichtig abgezupft. Die Restlänge der Stängel sollte rund fünf bis zehn Zentimeter betragen.
  • Die Stängel müssen nun trocknen, bevor man mit den weiteren Maßnahmen zum Überwintern der Canna fortfahren kann.
  • Wenn die Stängel dann vollständig getrocknet sind, holt man die Canna aus dem Topf oder Kübel.
  • Die Erde an der Knolle muss entfernt werden. Dafür kann man eine Handschaufel zu Hilfe nehmen. Mit der flachen Seite der Schaufel wird die Erde an der Knolle vorsichtig abgeklopft.
  • Die noch befindlichen Erdreste an der Knolle kann man dann mit einem wichen Pinsel entfernen.
  • Jetzt wird die Knolle an einen warmen Ort gelegt, damit sie abtrocknen kann.
  • In einem Blumentopf wird dann Blumenerde gefüllt und dann die Canna zum Überwintern hineingelegt. Anschließen wird die Knolle mit Blumenerde komplett bedeckt.
  • Den Topf mit der Knolle wird dann an einen dunklen Ort gestellt. Die Raumtemperatur sollte unter 15 Grad Celsius liegen.
  • Geeignete Standorte zur Überwinterung der Canna sind dunkle Kellerräume und Garagen, in die kaum Tageslicht eindringt.
  • Damit die Canna im Frühjahr wieder blüht, muss man sie bereits im Januar an einen warmen und hellen Ort stellen. Hierzu eignen sich Fensterbänke im Haus oder in der Wohnung. Man sollte aber darauf achten, dass eine eventuell unter der Fensterbank installierte Heizung nicht zu warm eingestellt ist.
  • Nach einiger Zeit kommen dann die ersten grünen Triebe der Canna aus der Erde. Jetzt braucht die Canna wieder regelmäßig Wasser und darf auch wieder gedüngt werden.
  • Im Freien darf die Canna erst wieder aufgestellt werden, wenn es keinen Frost mehr gibt.

Tipps und Pflegefehler beim Überwintern der Canna
  • Tipp 1
  • Die Blumenerde, in der die Canna überwintert, darf nicht zu feucht, aber auch nicht zu trocken sein.
  • Tipp 2
  • Ist die Canna zu feucht und zu warm gelagert, kann sie verfaulen.
  • Tipp 3
  • Die Canna darf im Winter nicht gedüngt werden.
  • Tipp 4
  • Alternativ zur Überwinterung der Canna in einem Blumentopf kann man auch eine mit Sand befüllte Holzkiste oder eine löchrige Tüte mit Sägespänen verwenden.
  • Tipp 5
  • Erst nach Ende des Frostes, darf die Canna wieder ins Freie.

Fazit

Die Canna ist eine sehr frostempfindliche Pflanze, die nicht im Freien überwintern kann und eine spezielle Vorbereitung zum Überwintern benötigt. Wenn man sich eine Canna anschafft, sollte man sich über den Pflegeaufwand informieren, damit man lange Freude an dem indischen Blumenrohr, wie die Canna auch genannt wird, hat. In den warmen und frostfreien Monaten, also zwischen Mai und September, muss man darauf achten, dass die Canna an einem sonnigen und windgeschützten Ort gestellt oder eingepflanzt wird, an heißen und trocknen Tagen ausreichend gegossen wird und dass sie nur in dieser Zeit, aber nicht während der Überwinterung gedüngt wird. Zum Überwintern der Canna benötigt man einen dunklen und kühlen Raum mit einer Temperatur von unter 15 Grad Celsius.

von Jutta Prezewowsky

Mein Tipp für Canna

Überwintert die Pflanze im Topf bzw. Kübel, darf die Erde (mit hohem Sandanteil) ruhig richtig austrocknen. Vor Frühjahrsbeginn ist dann nur zu beachten, dass die Wurzeln nicht austrocknen, und im Zweifelsfall ein kleiner Schluck zu gießen.