Die Überwinterung von Fuchsien lohnt sich auf jeden Fall, denn es sind vollkommen unproblematische Pflanzen und sie werden von Jahr zu Jahr schöner und edler. Mit den Jahren verholzen die Stämme immer mehr, vorausgesetzt sie erhalten einen entsprechenden Rückschnitt.

Zu Höchstpreisen werden Jahrzehnte alte Fuchsien mit dicken und knorrigen Stämmen im Kübel als Sträucher gehandelt. Sie sind mit den jungen Pflanzen des Frühjahrsangebots aus den Gärtnereien nicht zu vergleichen.

Welcher Ort der Beste ist, um Fuchsien überwintern zu können, ist immer abhängig von der Sorte. Im Groben werden die Pflanzen in winterharte Freilandfuchsien und in Topfpflanzen unterschieden.


Im Garten Fuchsien überwintern

Handelt es sich um die winterharten Fuchsien, so können sie problemlos im Garten überwintern. Allerdings sollten dabei einige Dinge beachtet werden, damit die Pflanzen auch gut den Winter überstehen können. An dieser Stelle wollen wir einige Tipps geben:

  • Tipp 1
  • Jegliche Düngung ist spätestens Ende August einzustellen.
  • Tipp 2
  • Die Abdeckung erfolgt erst nach den ersten Frösten, wenn das Laub abgefallen ist.
  • Tipp 3
  • Die Pflanze muss durch eine lockere Auflage vor dem Durchfrieren geschützt werden (geeignet sind Rindenmulch, Laub oder Reisig).
  • Tipp 4
  • Immergrüne Bodendecker als dichte Unterpflanzung schützen im Winter vor dem Durchfrieren und im Sommer vor dem zu schnellen Austrocknen.
  • Tipp 5
  • Alte Triebe werden im Frühjahr bis zum Boden zurück geschnitten.

Pflegefehler bei winterharten Fuchsien

Oftmals entstehen auch Fehler in der Pflege, die jedoch vermieden werden können. Einige grundlegende Fehler sollen hier genannt werden.

  • Zur Abdeckung keine Plastikplanen verwenden, darunter können die Fuchsien ersticken.
  • Nasser Torf als Auflage ist ungeeignet, denn hier bildet sich ein regelrechter Eispanzer und die Wurzeln können nicht mehr atmen.
  • Wird die Fuchsie im Herbst um ein Drittel eingekürzt, kann es durch das eindringende Wasser an den Schnittkanten zur Stängelfäule kommen. Soll nicht auf den Herbstschnitt verzichtet werden, dann immer einen schrägen Schnitt vornehmen.
  • Der Frühjahrsrückschnitt erfolgt erst, wenn junge Triebe vorhanden sind. Die neuen Triebe müssen bei Frostgefahr geschützt werden, geeignet sind ein umgedrehter Eimer oder ein anderes Behältnis.

Topfpflanzen überwintern

Im Winter benötigen die Fuchsien eine Ruheperiode, denn sie sind laubabwerfende Pflanzen. Nur so können sie Kräfte sammeln, um neue Triebe im Frühjahr auszutreiben.

  • Tipp 1
  • Ab Ende August nicht mehr düngen und das Gießen im September etwas einschränken. Allerdings darf der Wurzelballen an heißen Tagen nicht austrocknen.
  • Tipp 2
  • An regnerischen Tagen sollten die Fuchsien in den Regenschatten und an schönen Tagen an sonnigen Orten aufgestellt werden.
  • Tipp 3
  • Sobald die Blätter abgeworfen oder getrocknet sind, können die neuen Triebe eingekürzt werden. Die Schnittstellen sollten gut abgetrocknet sein, bevor die Fuchsien überwintern.

Winterquartier

Das Winterquartier sollte Temperaturen zwischen zwei und zwölf Grad Celsius und eine gewisse Luftfeuchtigkeit aufweisen und hell sein.

  • Töpfe nicht auf den kalten Boden stellen, ansonsten werden die Wurzeln unterkühlt.
  • Fuchsien nicht zu eng stellen, damit die Luft zirkulieren kann.

Als Winterquartier eignen sich kühle Gewächshäuser, Wintergärten, Erdgruben, Lichtschächte, Hausflure, Treppenhäuser und Kellerräume. Je nach Art sind Fuchsien zu überwintern, die winterharten können im Beet verbleiben und alle anderen sollten einen frostfreien aber kühlen Platz erhalten.

von Annett Biermann

Mein Tipp für Fuchsien

Man kann auch eine Art Wintergrab anlegen: An einer gut drainierten Stelle im Garten ein 1-2 Meter tiefes Loch graben, die kurz geschnittene Fuchsie im Topf einstellen und dann mit Laub, alten Decken, Säcken u.ä. abdecken. Nach der Frostperiode wird das "Grab" aufgedeckt und die Pflanze ans Licht gewöhnt.