Die meisten Igel benötigen vom Menschen keine bewusste Hilfe, lediglich die schwächeren Tiere brauchen die menschliche Hilfe, um überwintern zu können. Immer steriler und ordentlicher werden heute die Gärten gehalten, so dass die Igel kaum noch Nahrung oder einen sicheren Unterschlupf finden. Und hierbei kann der Mensch doch eine wertvolle Igelhilfe in seinem Garten leisten, wie diese aussieht, soll hier näher beschrieben werden.


Die Igelhilfe für gesunde Tiere

Mit einer leichten Hilfestellung des Menschen kann der Igel problemlos überwintern.

  • Tipp 1
  • Die Gärten sollten nicht übermäßig steril und ordentlich gehalten werden.
  • Tipp 2
  • Keine Gifte im Garten auslegen.
  • Tipp 3
  • Es sollten trockene Rückzugsmöglichkeiten für Igel geschaffen werden, wie ein kleines Igelhaus aus Brettern oder Steinplatten.
  • Tipp 4
  • Eine reich gedeckte Tafel finden Igel in einem Komposthaufen.
  • Tipp 5
  • Werden aus Laub, Ästen und Reisig in einer stillen Ecke im Garten Haufen angelegt, so ist das ein ideales Winterquartier für die kleinen Artgenossen.

Die Igel sind wertvolle Helfer für den Gärtner, denn sie halten den Garten von Asseln, Regenwürmern, Käfern und Schnecken frei. Damit sie nicht abwandern, sollte der Mensch für diese Tiere einen guten Lebensraum schaffen. Auch die Zufütterung im Herbst konnte schon so manchem Igel das Leben retten, der erst später geboren wurde.


Die richtige Zufütterung im Herbst

Es reicht schon aus, wenn die Menschen den Igeln noch zusätzlich Futter anbieten, damit sie ohne Probleme überwintern können. Gerade im Herbst muss sich der Igel einige Fettpolster zulegen, damit seine Überlebenschance erhöht wird.

Die kleinen stacheligen Tiere halten nämlich keinen durchgängigen Winterschlaf, sondern erwachen oftmals. Dabei verbrauchen sie viel Energie, wodurch sie an Gewicht verlieren. Sind ihre angefutterten Reserven aufgebraucht, dann sind im Frühjahr viele tote Igel zu verzeichnen. Um die Igelsterblichkeit zu verhindern, kann der Mensch dem Tier verschiedene Mahlzeiten anbieten.

  • Im Fachhandel wird spezielles Igeltrockenfutter angeboten, aber auch Hunde- und Katzenfutter werden gerne vom Igel genommen.
  • Sogar ein ungewürztes Rührei, was nur in wenig Fett gebraten ist, vertilgen die kleinen Artgenossen.
  • Auch überreifes Obst futtert der Igel.
  • Igel sollten keine Milch zum Trinken angeboten bekommen.

Ideal ist natürlich das Igeltrockenfutter, denn hier ist alles enthalten, was die Tiere benötigen. Ein Rührei ist natürlich eine Delikatesse für Igel, genauso wie überreifes Obst. Allerdings sollte das nicht zu oft gegeben werden. Milch ist absolut tabu für Igel, denn dadurch bekommen sie Durchfall und werden geschwächt. Besser ist es, eine Schale mit Wasser aufzustellen.

Igel überwintern gerne in Laub-, Ast- und Reisighaufen, sie legen sich im Herbst Energiereserven zu, damit sie beim zwischendurch Aufwachen genügend Energie haben.

von Annett Biermann

Mein Tipp für Igel

Gerade im städtischen Umfeld kann es hilfreich sein, ein Igelhaus aus einfachen Brettern oder Pressspan zu bauen. Dieses sollte unter Laub versteckt werden und so stehen, dass Wasser und Kälte fern bleiben.