Die Passionsblume besitzt wunderschöne und sehr charakteristische große Blüten, um derer Willen sie auch sehr gern als Zimmerpflanze verwendet wird. Heimisch ist sie in den wärmeren Gegenden Amerikas und wurde wegen ihrer beruhigenden Wirkung schon von den Ureinwohnern als Mittel gegen Schlafstörungen angewendet, aber auch gegen Krämpfe und Angstzustände.


Vorgehensweise bei der Überwinterung im Haus
  • Sie stellt sich schon ab Oktober auf eine Winterruhe ein. Hierzu braucht sie einen hellen Platz mit Temperaturen zwischen 12 und 15°C. Wenn sie wärmer steht, treibt sie weiterhin aus, was vermieden werden sollte. Ideal: Ein unbeheizter Flur in Richtung Nord-Ost.
  • Da die Passionsblume in der Winterruhe relativ trocken bleiben sollte, wird sie nur noch wenig gegossen.
  • Für die Überwinterung sollten die Temperaturen zwischen 8 und 10°C liegen, ihre Blätter verliert die Passionsblume über den Winter.

Vorgehensweise bei der Überwinterung im Freien
  • Wie oben genannt verliert die Passionsblume ihre Blätter bei Temperaturen von 10°C und weniger.
  • Die Wurzeln sollten geschützt werden, eine dicke Laubschicht reicht dazu aus.
  • Steht die Passionsblume sehr kalt und zugig, sollte sie mit aufgestellten Tannenzweigen schützen oder sie (ähnlich wie junge Palmen) mit einigen Fichtenästen umwickeln. Dies wirkt sowohl wärmeisolierend als auch Regen abweisend.
  • Einige Hybride sind sehr frostresistent, aber dennoch für Schutz dankbar.

Umtopfen zur Überwinterung

Passionsblumen können für die Überwinterung auch in Töpfe umgesetzt werden, um sie besser schützen zu können.

  • Wer seine Passionsblume vom Garten herein holen möchte, setzt sie im September in Töpfe um.
  • Sie werden dann wie die Passionsblume gepflegt, die ganzjährig drinnen steht, wichtig sind helle und kühle Standorte. Sie vertragen Temperaturen bis rund -8°C.
  • Sie bekommen nur wenig Wasser und dürfen nur an frostfreien Tagen gegossen werden.
  • Ab März werden sie wieder in den Garten gesetzt, optimal in lehmige, nährstoffreiche Erde.

Tipps und Pflegefehler
  • Tipp 1
  • Passionsblumen brauchen sehr viel Sonne, daher können sie auch ohne Weiteres in direkter Sonneneinstrahlung stehen. Achtung nach dem Überwintern im Innenraum: Erst langsam an die Sonne gewöhnen, sonst kriegt sie einen „Sonnenbrand“.
  • Tipp 2
  • Hohe Luftfeuchtigkeit lässt sie gut wachsen und verringert die Gefahr eines Schädlingsbefalls.
  • Tipp 3
  • Die Passionsblume ist eine Kletterpflanze und benötigt eine Kletterhilfe. Geeignet sind Hauswände, Regenrinnen, Rankhilfen, aber auch Bäume oder Bambusstäbe für Kübelpflanzen.
  • Tipp 4
  • Handelsübliche Erde ist ausreichend, etwas Blähton oder Seramis zur Auflockerung ist nicht falsch.
  • Tipp 5
  • Von März bis September sollte die Passionsblume einmal in der Woche gedüngt werden. In den Wintermonaten wird nicht gedüngt!
  • Tipp 6
  • Der Rückschnitt findet im Herbst statt, nur schwache Triebe und braune Spitzen werden im Frühjahr entfernt. Es geht allerdings auch ohne.

Fazit

Da die Passionsblüte einen sogenannten Winterschlaf macht, kann sie durchaus im Garten überwintern. Die Wurzeln sollten vor Frost geschützt werden, dann stehen sie im Frühjahr wieder in voller Blüte. Ebenso braucht die Passionsblüte wenig Wasser im Winter und keinen Dünger.

von Jutta Prezewowsky

Mein Tipp für Passionsblumen

In einem unbeheizten Raum mit normalem Lichteinfall kann die Pflanze gut überwintern. Sie muss nur sporadisch gegossen werden. Im Freien ist die Überwinterung Glückssache, aber nicht unmöglich, z.B. an einem geschützten Spalier an der Hauswand.