Pelargonien sind beliebte Balkonblumen, die auch unter dem Namen Geranie bekannt sind. Ursache hierfür ist der sehr ähnlich aussehende Storchschnabel, welcher den lateinischen Namen „Geranium“ trägt. Mehr Ähnlichkeit haben die beiden Pflanzen nicht, da der Storchschnabel winterhart ist. Die meisten Pelargonien hingegen sind in Afrika beheimatet, was sie frostempfindlich macht. Durch ihren intensiven und angenehmen Duft, von dem es übrigens viele verschiedene Arten gibt, verwendet man sie gern als Würzkräuter, nutzt sie aber auch zur Aromatisierung von Speisen und Getränken.

Durch kräftige Stängel und dickfleischige Blätter kommen sie längere Zeit ohne Wasser aus, was sie eben zu gern gekauften Balkonblumen macht.


Vorgehensweise beim Überwintern im Freien

Pelargonien sind mehrjährig, daher muss man sie nicht nach jeder Saison entsorgen und sich im nächsten Jahr neue kaufen. Das Überwintern ist auch nicht sehr schwierig.

  • Bevor die Geranien sicher untergestellt werden können, müssen sie gestutzt werden. Dazu werden erst einmal mit einer Gartenschere alle Triebe zurückgeschnitten. Pro Trieb bleiben zwei bis drei verdickte Knoten.
  • Alle Blätter müssen entfernt werden, um Schädlingsbefall zu vermeiden.
  • Dann werden die Pelargonien aus dem Balkonkasten gehoben, die lockere Erde wird vorsichtig entfernt. Wichtig: So wenig Feinwurzeln wie möglich sollten dabei zerstört oder entfernt werden! Werden ganze Geranienkästen zum Überwintern untergestellt, brauchen die einzelnen Pflanzen mehr Platz.
  • Die Pelargonien locker bündeln und jeweils drei oder vier in einen passenden Blumentopf überführen. Die Wurzeln locker mit einem Sand-Blumenerde-Gemisch bedecken.
  • Am besten stehen die Pelargonien an einem hellen Platz bei ca. 5 bis 10°C. Je weniger Licht an dem Ort ist, desto niedriger sollte die Temperatur sein. Bei zu dunkler und zu warmer Lagerung treiben sie vorzeitig aus.
  • Die Pelargonien über den Winter leicht feucht halten und im Frühjahr in frischer Blumenerde wieder in den Balkonkasten umsiedeln.

Tipps und Pflegefehler
  • Tipp 1
  • Ein wichtiger Punkt bei der Pflege von Pelargonien ist das Düngen von (Anfang an!), da die Erde im Balkonkasten nur kurz nährstoffreich ist. Pelargonien sind Starkzehrer. Langzeit-Geranien-Dünger gibt es im Fachhandel.
  • Tipp 2
  • Alte oder abgeknickte Blätter immer sofort entfernen, da die Pelargonie sonst schnell erkranken kann. Ein guter Zeitpunkt ist immer wenige Stunden nach einem Regenschauer oder dem Gießen. Das betroffene Blatt einfach mit den Fingern gegen die Wuchsrichtung abziehen, eine Schere kann zu Verletzungen der Pflanze und somit zu Bakterienbefall führen!
  • Tipp 3
  • Alte Blütenstände ebenfalls täglich, mindestens aber wöchentlich aussortieren. Abgeblühte Teile müssen entfernt werden, sonst blüht die Pelargonie nicht mehr schön.
  • Tipp 4
  • Nach starken Regengüssen oder Stürmen immer das beschädigte Material entfernen.
  • Tipp 5
  • Pelargonien richtig gießen: Sie mögen es feucht, vertragen aber keine Staunässe. Die führt zum Verfaulen und sogar zum Absterben der Wurzeln.

Fazit

Die Pelargonien können ohne Probleme durch den Winter gebracht werden. Allerdings sollten sie nicht im Freien bleiben. Wählen sie einen nicht zu dunklen und nicht zu kalten Ort. Die Pflanzen sollten immer etwas feucht gehalten werden. Allerdings benötigen sie im Winter keinen Dünger.

von Jutta Prezewowsky

Mein Tipp für Pelargonien

Am einfachsten ist es, die Pflanzen auf einem Fensterbrett zu überwintern. Das Gießen sollte reduziert und die Raumtemperatur unter 10°C gehalten werden. Regelmäßig schneide ich alte Blüten und welke Blätter ab. Im Frühjahr wechsele ich die Erde.