Petunien können eigentlich problemlos überwintert werden. Wichtig ist der geeignete Standort, wie bei allen Überwinterungen. Ist der gegeben und werden einige Pflegemaßnahmen eingehalten, erfreuen die Petunien im nächsten Jahr wieder mit einer großen Blütenfülle.

Meist werden die Pflanzen allerdings nicht überwintert. Sie sind im Frühjahr preiswert zu haben und die Mühe lohnt sich für viele Pflanzenfreunde nicht. Inzwischen gibt es aber seltene, neue Sorten in tollen Farbkombinationen, die nicht überall zu haben sind. Für diese Petunien lohnt eine Überwinterung auf alle Fälle.


Überwinterung im Blumenkasten
  • Der Kasten wird vor den ersten Frösten eingeräumt.
  • Man untersucht die Pflanzen auf Schädlinge, die sich im Winterquartier nur unkontrolliert vermehren würden.
  • Dabei werden die Triebe gleich auf eine Länge von 15 bis 20 cm eingekürzt. Das hat auch den Vorteil, dass nicht so viel Platz für die Pflanzen benötigt wird.
  • Die Kästen mit den Petunien stellt man zum Überwintern hell.
  • Die Petunien können den Winter über durchblühen. Das sollte man aber besser verhindern. Man schneidet die Blühtriebe ab, bevor sich die Blüten öffnen. Ansonsten verbraucht die Pflanze zu viel Kraft.
  • Wichtig ist die richtige Dosis an Gießwasser. Das Pflanzsubstrat sollte nicht austrocknen, aber auch keinesfalls zu feucht sein.
  • Der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist, wenn sich die Erde vom Topfrand löst.
  • Gedüngt wird nicht.

Alternativen

Eine Alternative zur Überwinterung der Petunie im Kasten stellt die Nachzucht dar. Man nimmt ausgereiften Samen und lagert ihn über den Winter dunkel und trocken. Im Februar werden diese dann ausgesät. Die Samen keimen bei etwa 20 ˚C und Licht. Die Setzlinge benötigen etwas mehr Pflege, als ausgewachsene Pflanzen, aber es in der Regel kein Problem, Petunien zu ziehen. Nach den Eisheiligen kann man die Jungpflanzen in die Kästen setzen und nach draußen bringen. Sie sind dann in etwa so groß wie Petunienpflanzen, die man im Handel bekommt.


Pflegefehler und Tipps
  • Tipp 1
  • Zu viel Wasser bei der Überwinterung der Petunie führt zum Faulen der Wurzeln und zum Absterben der Pflanze.
  • Tipp 2
  • Überwinterte Petunien müssen zurückgeschnitten werden, damit sie dicht austreiben.
  • Tipp 3
  • Wenn man nicht regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert, können sich die kleinen Plagegeister unkontrolliert ausbreiten und viel Schaden anrichten.
  • Tipp 4
  • Düngen über den Winter lässt die Triebe schießen. Sie sind aber schwach, denn es gibt nicht genug Licht. Dünger fördert außerdem das Aufkeimen von schädlichen Mikroorganismen.

Fazit

Auch wenn Petunien im Herbst viel von ihrer ursprünglichen Schönheit eingebüßt haben, lohnt eine Überwinterung, vor allem bei seltenen Sorten. Die Pflanzen stellen nicht viele Ansprüche an ihr Überwinterungsquartier und sind sehr genügsam. Wenn man es schafft, Petunien zu überwintern, treiben sie nach einem Rückschnitt im Frühjahr willig und reichlich wieder aus und entlohnen für die Mühen.

von Marion Kostorz

Mein Tipp für Petunien

Vor allem die großen Ampeln lohnen die Überwinterung an einem hellen und frostfreien Platz. In Herbst und Frühjahr kontrolliert verschneiden. Es können Stecklinge abgenommen werden.