Rosmarin ist eines der beliebtesten Küchenkräuter. Außerdem ist die Pflanze auch noch dekorativ, besonders wenn sie blüht. Leider ist Rosmarin nicht winterhart. Ausgepflanzt überleben die Pflanzen kaum, maximal in wärmeren Gebieten mit Weinbauklima. Ansonsten ist die richtige Sortenauswahl wichtig.

Einige Rosmarinsorten vertragen mehr Kälte als andere. Die Schwierigkeit ist, die exakten Bezeichnungen zu erfahren. Nicht mal in Gärtnereien sind die unterschiedlichen Sorten genau zu unterscheiden. Recht hart im Nehmen sind die Sorten 'Arp', 'Veitshöchheim', 'Sudbury Gem', 'Backnang', 'Seven Seas' und 'Madeleines Hill'.


Rosmarin im Freien überwintern
  • Im Freien gelingt die Überwinterung nur in einigen wenigen Gebieten in Deutschland und auch dann meist nur in milden Wintern.
  • Ein passender Standort ist wichtig, sonnig, windgeschützt, am besten nah an einer Südwand.
  • Trotzdem müssen die Pflanzen geschützt werden. Man kann Mulch ringsherum anhäufeln, den Rosmarin mit Reisig abdecken oder eine Haube überstülpen.
  • Zu viel Nässe muss abgehalten werden. Doch umgekehrt muss bei Sonne gegossen werden, auch an frostfreien Tagen.

Rosmarin im Topf überwintern
  • Im Kübel oder im Topf überwintert der Rosmarin frostfrei in einem hellen Raum oder in einem gut eingepackten Topf vor einer sonnigen Hauswand, auf Styropor stehend
  • Allerdings ist eine Haube wichtig, die über das Ganze gestülpt wird. Sie schützt den Rosmarin vor Sonne, Regen und Wind. Der Schutz vor Sonne ist wichtig, da die Blätter viel Wasser verdunsten und die Pflanze oft vertrocknet, da in gefrorener Erde kein Wassertransport funktioniert. Zu viel Regen kann auch zum Sterben der Pflanze führen, denn Dauernässe verträgt sie auch nicht.
  • Mit Haube darf man natürlich dann auch das Gießen an frostfreien Tagen nicht vergessen. Überschüssiges Wasser muss gut ablaufen können.

Rosmarin auf dem Balkon überwintern
  • Ein geschützter Balkon bietet noch die besten Bedingungen für die Überwinterung des Rosmarins.
  • Der Topf sollte eingepackt werden und nicht auf dem kalten Boden stehen, besser auf Styroporplatten.
  • Durch die Überdachung eines Balkons kann Regenwasser nicht eindringen. Das ist günstig, so steht der Rosmarin nicht zu nass. Allerdings darf man dann das Gießen nicht vergessen.
  • Man darf den Rosmarin bei Frost nur ins Haus holen, wenn er dann drinnen weiter überwintert. Ein ständiges Rein und Raus ist schlecht für die Pflanze. Im Warmen beginnt sie auszutreiben und dann friert sie draußen. Damit kommt Rosmarin nicht klar.

Tipps und Pflegefehler
  • Tipp 1
  • Ein falscher Standort kann zum Erfrieren führen.
  • Tipp 2
  • Zu viel oder zu wenig Wasser schaden Rosmarin.
  • Tipp 3
  • Beim Kauf auf widerstandsfähige Sorten schauen. In Fachgärtnereien nachforschen. Kräutergärtnereien sind hier die 1. Wahl.

Fazit

Rosmarin ist nicht umsonst so beliebt. Die Überwinterung ist allerdings recht schwierig. Für viele Hobbyköche ist es am einfachsten, den Topf auf der Küchenfensterbank zu kultivieren. Ist er abgeerntet, wird er entsorgt. Das muss nicht sein. Ein Versuch der passenden Überwinterung ist der Rosmarin allemal Wert.

von Marion Kostorz

Mein Tipp für Rosmarin

Die aromatische Pflanze kann mit entsprechender Abdeckung im Freien überwintert werden. Im Haus besteht die Gefahr, dass die Raumtemperatur zu hoch ist und sie unbemerkt austrocknet.